Unsere aktuellen News nachfolgend:

Veröffentlicht: 10-10-2017

Ansprüche auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen nicht verfallen lassen

Was bis zum Jahr 2015 nur Pflegebedürftigen mit einer Demenz oder sich ähnlich auswirkender Erkrankung in häuslicher Pflege zustand, sollte ab 2015 auch Menschen mit körperlich bedingter Pflegebedürftigkeit zustehen: die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Doch bei der Umsetzung war die Rechtslage nicht eindeutig und die Pflegekassen handelten uneinheitlich. So wurde manchen anfragenden Pflegebedürftigen mitgeteilt, dass ihre zurückliegenden Ansprüche verfallen seien, weil sie keinen Antrag auf grundsätzliche Zuerkennung der Leistung gestellt hatten.

Das Pflegestärkungsgesetz III (PSG III) , da am 1.1.2017 in Kraft trat, hat hier eindeutig geklärt, dass jeder automatisch, ohne vorherige Antragstellung den Anspruch auf diese Leistungen mit dem Erfüllen der Voraussetzungen erwirkt.

Vor diesem Hintergrund ist die Sonderregelung zu sehen, welche durch den Paragraphen 144 Abs. 3 SGB XI geschaffen wurde. Die Regelung besagt, dass nicht verbrauchte Ansprüche aus den Jahren 2015 und 2016 nicht verfallen sind. Für die in 2015 und 2016 entstandenen, aber noch nicht mit der Kasse abgerechneten Kosten gilt, dass sie spätestens zum 31.12.2018 abgerufen werden müssen. Oder, falls noch keine Kosten in dem Zeitraum entstanden sind, können die Beträge noch bis zum 31.12.2018 für anstehende Dienstleistungen / Aufwendungen eingesetzt werden.

Seit Januar 2017 nennt sich die Leistung "Entlastungsbeitrag" udn ist einheitlich für alle Pflegegrade auf 125 Euro monatliche festgesetzt. Die Leistung soll zur Entlastung pflegender Angehöriger sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen dienen. Der Betrag kann flexibel eingesetzt werden, so z.B. für Kurzzeitpflege (auch "Hotelkosten") oder für niedrigschwellige Betreuungskosten.

Leistungsangsprüche ab dem Jahr 2017 stehen dann wieder nur regulär zur Verfügung. Nicht verbrauchte Ansprüche aus einem Kalenderjahr können ins nächste Halbjahr übertragen werden, d.h. also für das Jahr 2017 bis zum 30.6.2018. Ansonsten verfallen die Leistungsansprüche.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Frau Ernwein unter0681-379100 (dienstags bis freitags vormittags) wenden.


 

Veröffentlicht: 14-06-2017

Barrierefrei umbauen -  neues Beratungsangebot für DMSG-Saar-Mitglieder

Nicht jeder hat die Möglichkeit, ein barrierefreies Eigenheim neu zu bauen. Die meisten müssen sich mit den vorhandenen baulichen Gegebenheiten auseinandersetzen und werden in der Regel erst über Umbaumaßnahmen nachdenken, wenn sie durch ihre Krankheit oder altersbedingte Mobilitätseinschränkungen dazu gezwungen sind.

Der Aufwand für Umbauten ist abhängig von der vorhandenen Wohnsituation, den individuellen Anforderungen und den eigenen Bedürfnissen. Prinzipiell sollten – wie auch beim Neubau – ausreichende Bewegungsflächen, breite Durchgänge, barrierefreie Bad- und Kücheneinrichtungen umgesetzt, Bodenschwellen beseitigt und eine Möglichkeit zur Überwindung von Treppen realisiert werden.

Die umfangreichsten Änderungen betreffen in der Regel die Badbereiche. In vielen älteren Wohnungen fehlen hier ausreichende Bewegungsflächen, so dass das Bad komplett umgestaltet und mit neuen Sanitäreinrichtungen ausgestattet werden muss. Auch der Einbau einer bodengleichen Duschtasse kann u. U. bei älteren Decken- und Bodenkonstruktionen des Hauses schwierig werden.

Die DMSG Saar bietet durch die Architektin Doris Schütz, SCHNEEWEISS ARCHITEKTEN, Saarbrücken, eine Beratung für Mitglieder bei Fragen zu barrierefreiem Bauen an.

Wenn Sie Interesse an dieser Beratung haben, bitte kontaktieren Sie uns. Für die Beratung fällt ein pauschaler Betrag von 18 Euro an. Wir leiten Ihre Daten an Frau Schütz weiter, die sich mit Ihnen in Verbindung setzen wird.